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Über uns

„Hallo, Matthias, hast du Lust mit zum ersten Heimspiel im Borussia-Park zu fahren? Ich hab noch eine Karte.“ – „Schade, da sind wir in Urlaub. Aber pass’ mal auf, meine Frau hat in der Krabbel-Gruppe unseres Sohnes eine Mutti kennengelernt, deren Mann auch so in richtiger Gladbach-Verrückter sein soll. Vielleicht geht der ja mit, ich geb’ dir mal die Nummer.“ – „Super, es gibt doch mehr Gladbach-Fans hier, als man vermutet hätte. Bei dem melde ich mich gleich!“

Dieses Telefongespräch spielte sich im August 2004 in der oberschwäbischen Provinz zwischen Ulm und Bodensee ab, einer Region, in der die Jugendlichen üblicherweise Bayern-Trikots anziehen oder, wenn sie nicht ganz so krass drauf sind, zu Heimspielen des VfB Stuttgart fahren, und in der die Väter ganz selbstverständlich Aufkleber des FCB am Auto haben oder Kissen in den entsprechenden Farben die Hutablage verzieren.

In den letzten Jahren seit der zweiten Zweitliga-Saison hatte ich drei Freunde ausfindig gemacht, mit denen ich etliche Auswärtsspiele in Süddeutschland besuchte, und nun stellte sich heraus, dass es bei Christian, dem Vater des anderen Krabbelgruppen-Kindes, ganz ähnlich war. Er gebürtiger Mönchengladbacher, ich dort aufgewachsen, und beide hatte das Schicksal in diese fantechnisch gesehen ungünstige Ecke Deutschlands verschlagen.

„Appelt.“ – „Hallo, hier Ulf, habe deine Nummer von Matze … Krabbelgruppe … Gladbach-Fans … Spiel gegen Dortmund … .“ – „Ach nee, … hab schon Karten für Bremen … Unterlagen für Fan-Club Gründung … .“ – „Ehrlich? … Spiele auch schon länger mit dem Gedanken … Sollen wir uns mal treffen? …“ – „Klasse Idee … Nächste Woche? …“

So saßen wir bald auf der heimischen Terrasse – für Christians Orientierung hatte ich vor dem Haus meine größte Gladbach-Fahne gehisst – und stellten fest, dass es mindestens 8-10 Leute geben musste, die mit Sicherheit eine Fan-Club-Gründung mittragen würden. Trotz Urlaubszeit entschlossen wir uns, Nägel mit Köpfen zu machen, und tatsächlich: drei Wochen nach dem ersten Gespräch fand am 12. August 2004 die Gründungssitzung des offiziellen Laupheimer Fan-Clubs von Borussia Mönchengladbach statt, mit stattlichen 12 Gründungsmitgliedern. Ein Name wurde geboren, der sich sowohl auf unsere Mannschaft als auch auf unseren Fan-Club bezieht: DreamTeam Laupheim.

Für 4 Mitglieder – Christian, Passlack, Klaus und Ulf – ging es zwei Tage später bereits zum ersten Heimspielauftritt nach Gladbach. Etwas platt nach der langen Auto– bzw. Zugfahrt trafen wir uns in Eicken am Fan-Laden, machten ein paar Fotos für die noch zu erstellende Homepage und gingen früh ins Stadion. Früh genug jedenfalls, um nach erheblichem Ärger mit den Tickets - das Lesegerät am Eingang hatte vor Begeisterung über den großen Besucheransturm durchgedreht - das Spiel wenigstens vom Anpfiff an verfolgen zu können, im Gegensatz zu den vielen, die noch auf Parkplatzsuche unterwegs waren.

Borussia-Park! Nordtribüne!! Block 18 und Block 16!!! Was bei diesem ersten Liga-Heimspiel mit seinen 53.148 Zuschauern stimmungsmäßig abging, war phänomenal, verglichen mit dem altehrwürdigen Bökelberg – darf man das überhaupt vergleichen? – noch lauter, irgendwie sehr nervös und aufgeregt, aber wir glauben, dass dieses Stadion mit uns Fans eine große Zukunft hat. Und immerhin konnte man sich ja wenigstens zweimal der Illusion hingeben, dass eine neue Ära bereits bei diesem ersten Spiel mit einem Sieg gegen die kleine Borussia eingeläutet würde.

„War eine tolle Stimmung in Gladbach … gutes Spiel … der Spieler Neuville war erst im passiven Abseits und lief dann rein … „Premiere“ hat uns recht gegeben … war klar zu sehen.“
Als wir im Zug von Köln nach Mannheim im Bistro dieser Unterhaltung lauschten und den DEKRA-Schriftzug auf dem Hemdkragen der beiden identisch gekleideten Männer lasen, schwante uns bereits, dass dies wieder mal keine langweilige Rückfahrt würde. Und tatsächlich, da saßen sie, Lutz Wagner, den wir noch drei Stunden zuvor wüst verwünscht hatten, weil er das 3:3 von Oliver Neuville nicht anerkannt hatte, und der 4. Offizielle, ein 24jähriger Nachwuchsschiri namens Christian Dingert. Was dann auf der Fahrstrecke folgte, war ein lockeres Gespräch beim Bier, über die abgelaufene Partie, die auch die Schiedsrichter für spielerisch überezugend hielten; über den Borussia-Park, dessen super Stimmung beide genossen hatten – „ausgepfiffen werden wir in jedem Stadion, da pfeifen wir lieber in einem, das so eine tolle Atmosphäre hat wie der Borussia-Park oder das Westfalen-Stadion“ -; über das Geister-Spiel zwischen Aachen und Nürnberg : „Ich hab den Spielern am Anfang gesagt: ohne Zuschauer verstehe ich heute jedes Wort, also bleiben Sie ruhig!“ – „Das ist kein Fußball ohne Zuschauer.“; über heimliche Lieben: „Ich bin in jedem Spiel professionell genug, um neutral zu bleiben; aber in den 70ern war Borussia Mönchengladbach mein Verein und ich finde ihn auch heute noch einen sehr sympathischen Traditionsclub.“; na ja, und über vieles andere mehr.

In nächster Zeit werden wir unseren neuen Fan-Club ins Rollen bringen: Zaunfahne organisieren, Fahrten zu den Auswärtsspielen in Süddeutschland und zu dem ein oder anderen Heimspiel planen, eventuell Package-Touren mit anderen süddeutschen Supportern ins Auge fassen, eigene Fanclub-Artikel stylen und produzieren lassen, zusammenwachsen, SPAß HABEN.

(Ulf im September 2004 für die "Nordkurve", wo der Artikel so ähnlich 2005 erschien)

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